Heizen mit Holz

1.1 Die Ofenarten Kaminofen, Küchenofen, Kamineinsatz, wassergeführt

- Kaminofen

Ein Kaminofen ist ein frei im Raumstehender Holzofen, der mit einem Rauchrohr am Schornstein angeschlossen ist. Meist ausgestattet mit einer großen Feuerraumtür und Sichtscheibe auf das Feuer. Der Kaminofen wird von Hand mit Brennholz beschickt. Er Muß auf einem feuerfesten und stabilen Untergrund, z.B. Funkenschutzplatte, oder Funkenschutzblech, und in bestimmten Abständen zu Wänden und brennbaren Gegenständen stehen. Manche Hersteller geben hier unterschiedliche Daten an.

Hier einige Richtwerte (genaue Daten bitte der Bedienungsanleitung des Kaminofens entnehmen):

  • Die Funkenschutzplatte muß mindestens 40 cm nach vorne länger, und seitlich jeweils 10 - 20 cm breiter sein als der Kaminofen
  • Für den Abstand nach hinten und seitlich zu Wänden aus Mauerwerk gelten meist Abstände von 20 - 30 cm.
  • Das Rauchrohr muß einen Mindestabstand zu brennbaren Materialien, z.B. Holzdecke, von 40 cm einhalten.

Es gibt erforderliche Normen, welche ein Kaminofen aufweisen muß, um für den Betrieb in Deutschland und Europa zugelassen zu sein. Diese Normen für Kaminöfen, werden von bestimmten Prüfinstituten bei jeden Kaminofen geprüft, bevor dieser in Produktion gehen und verkauft werden kann.

  • Bundesimmissionsschutzverordnung - BImSchV (1. und 2. Stufe - letztere tritt 2015 in Kraft)
  • EN 13240
  • DINplus

Alle Kaminöfen, Küchenöfen, Kamineinsätze und Feuerstätten, die Sie bei Ofenalm.der erwerben können sind nach diesen Normen zugelassen. Lediglich eine Minderzahl an Öfen hat "nur" BImSchV 1. Stufe, das bedeutet aber nicht mehr, als dass der Einbau nach 2015 nur unter bestimmten, verbrennungstechnischen Modifikationen möglich ist. Sollte ein solcher Kaminofen noch vor 2015 an seinem Aufstellort in Betrieb gehen, gelten die bisherigen Betriebsvorschriften, mit einer Übergangsfrist von 15 Jahren. Dies entspricht in etwa dem Austauschzyklus eines hochwertigen Kaminofens.

 

- Küchenofen

Ein Küchenofen ist ein freistehender, oder fest vermauerter Herd, der von Hand mit Holz beschickt wird. Heutzutage meist in ansprechendem Design gestaltet und nach Stand der Verbrennungstechnik ausgestattet, eignet er sich sehr gut als Zuheizer für die Küche, insbesondere bei kalten klimatischen Verhältnissen. Denn die entstehende Strahlungswärme eines Küchenofens, welche beim Kochen ohnehin entsteht, wird wie die des Kaminofens als sehr angenehm empfunden.

Für Küchenöfen gelten sehr ähnliche Bedingungen an Aufstellort, Wandabstände und Normen.

Lediglich die EN 12815 für Handbeschickte Feuerstellen, welche sich hauptsächlich zum Kochen eignen, ist hier maßgebend und der Küchenofen muß dahingehend geprüft und zugelassen sein. Das ist bei allen Küchenöfen von Ofenalm.de der Fall.

Desweiteren gelten bei Küchenöfen ebenfalls die Normen:

  • BImSchV
  • DINplus

für den Betrieb in Deutschland.

 

- Kamineinsatz

Ein Kamineinsatz ist ein Raumheizgerät zur handbeschickten Verfeuerung fester Brennstoffe. Er löst den ursprünglichen "offenen Kamin" heutzutage ab, zumal diese auch bei Neubauten nicht mehr erlaubt sind. Das hat auch gute Gründe:

  • Schlechter Wirkungsgrad, da ein Großteil der Wärmeenergie beim Verbrennen des Holzes durch den Schornstein entweicht und nicht an den Raum abgegeben wird.
  • Das Holz verbrennt sehr schnell und unkontrolliert, daher hoher Brennstoffbedarf
  • Hohe Brandgefahr durch Funkenflug oder herausfallendes Brennholz
  • Gefahr von gesundheitlichen Schäden durch Brand, oder Rauchgase bei schlechten Zugverhältnissen. Z.B. bei starkem Hochdruckeinfluss

Hier überzeugt ein moderner Kaminsatz mit klaren Argumenten:

  • Hoher Wirkungsgrad durch geschlossenen Brennraum mit massiven Materialien, meist Gußeisen oder dickwandiger Stahl.
  • Gute Wärmespeichereigenschaften, insbesondere im eingemauerten Zustand, da das Mauerwerk die Wärme lange speichert
  • Hohe Wirkungsgrade von über 80%
  • Große, luftdicht verschließbare, Sichtscheibe
  • Kein Funkenflug, somit hoher Branschutz
  • Kein Rauchaustritt und damit kaum eine Gefahr für gesundheitliche Schäden
  • Regulierbare Verbrennungstechnik, damit niedriger Brennstoffbedarf

Auch für diese Raumheizer gelten die Normen:

  • BImSchV
  • DINplus

und EN 13229, welche alle Kamineinsätze bei Ofenalm.de erfüllen.

 

- Wassergeführter Kaminofen, Küchenofen, Kamineinsatz

Die Technik, welche hinter dem Begriff "Wassergeführt" steckt, ist bei allen Ofenarten in etwa die Gleiche:

Im Kaminofen, Küchenofen oder Kamineinsatz befindet sich ein Wärmetauscher, durch den das Heizungswasser der Heizungsanlage strömt. Durch die Heißen Abgase im inneren des Ofens wird das Wasser erhitzt und so wieder ans Heizungssystem abgegeben. Das führt zu erheblichen Einsparungen beim Verbrauch fossiler Brennstoffe, wie Öl oder Gas.

Es ist zu empfehlen, den Anschluß eines solchen Systems durch eine Heizungs-Fachfirma ausführen zu lassen. Unabhängig davon welcher wassergeführte Ofen zum Einsatz kommt, ist das jederzeit möglich. Es sollte allerdings im Vorfeld die wasserseiteige Leistung des Kaminofens, Küchenofens oder Kamineinsatzes feststehen, damit die Installationsfirma das entsprechende Zubehör, wie Ausdehnungsgefäße, etc. richtig vorhalten kann. Aus Sicht des Standes der Technik ist es notwendig bestimmte Sicherheits-, und Energiekomponenten mit einzubauen:

  • Thermische Ablaufsicherung
  • Kesselsicherheitsgruppe
  • Rücklaufanhebung
  • Abhängig von der Leistungsgröße des Ofens wasserseitig ist ein Pufferspeicher zu empfehlen (Richtwert: 100Liter Inhalt pro kW Heizleistung)

Auch wassergeführte, von Hand beschickte Kaminöfen, Küchenöfen und Kamineinsätze sind den obigen Normen unterstellt, welche alle bei Ofenalm.de erhältlichen Öfen nachweisen können.